Cradle to Cradle®

Kreislaufwirtschaft nach den C2C-Prinzipien.

Cradle to Cradle®(C2C) ist ein Konzept, das die Natur zum Vorbild hat. Auf Deutsch bedeutet es "Von der Wiege zur Wiege". Materialien werden als Nährstoffe betrachtet, die in gesunden, sicheren Strömen zirkulieren sollten.

Bei der Produktion nach C2C ist das Ziel, gesundheits- und umweltförderliche Materialien zu verwenden. Alle Produkte werden so konzipiert, dass sie nach ihrem Gebrauch in geschlossene Kreisläufe eingebracht und hochwertig wiederverwendet werden können.

Healthy materials

 

Das Cradle to Cradle® Konzept


Das Cradle to Cradle® Konzept wurde in den 1990ern von dem deutschen Chemieprofessor Michael Braungart und dem US-amerikanischen Architekten William McDonough entwickelt. Ihr Institut EPEA (Environmental Protection Encouragement Agency) in Hamburg hat ein Zertifizierungssystem für Produkte und industrielle Prozesse entwickelt, die die Cradle to Cradle® Anforderungen erfüllen.

Tarkett wendet die Cradle to Cradle Prinzipien seit 2011 an. Für Desso begann dieser Prozess bereits 2008. Seit 2015 ist Desso Teil von Tarkett, sodass die Umstellung nun gemeinsam weitergeführt wird.

Sustainability


Was sagt eine Cradle to Cradle® Zertifizierung aus?

Der  Cradle to Cradle Certified™ Produktstandard ist ein Rahmenwerk für Innovationen, das von dem in den USA ansässigen Cradle to Cradle Products Innovation Institute verwaltet wird. Der Cradle to Cradle Certified™ Produktstandard leitet Designer und Hersteller durch einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess, der ein Produkt anhand von fünf Qualitätskategorien bewertet:


  1. Materialhygiene
  2. Wiederverwendung von Materialien
  3. Erneuerbare Energien und CO2-Management
  4. Verantwortlicher Umgang mit Wasser
  5. Soziale Fairness

 

Ein Produkt erhält in jeder der Kategorien eine Zertifizierungsstufe in Basis, Bronze, Silber, Gold oder Platin, wobei die niedrigste Zertifizierungsstufe die Gesamtbewertung des Produkts darstellt. Die Produktbewertungen werden von einer qualifizierten unabhängigen Organisation durchgeführt, die von dem Institut geschult wurde. Die Bewertungsberichte werden von dem Institut überprüft, das anschließend die Produkte zertifiziert, die die Standardanforderungen erfüllen, und die Verwendung der Cradle to Cradle Certified™ Wort-Bild-Marken an den Produkthersteller lizenziert. Alle zwei Jahre müssen die Hersteller ihre Bemühungen zur Verbesserung ihrer Produkte unter Beweis stellen, damit ihre Produkte erneut zertifiziert werden.

 

Cradle to Cradle

 

Der Cradle to Cradle Certified™ Produktstandard - fünf Qualitätskategorien:

Materialhygiene

Die chemischen Bestandteile eines jeden Materials in einem Produkt kennen und mit dem Ziel optimieren, die Materialien sicherer zu machen.

  • Materialien entweder als biologische oder technische Nährstoffe identifizieren.
  • Verstehen, wie chemische Gefahren mit voraussichtlichen Risiken in Verbindung stehen, um potenzielle Bedrohungen für die menschliche Gesundheit und die Umwelt zu ermitteln.

 

Wiederverwendung von Materialien

Produkte entwickeln, die aus Materialien hergestellt werden, die aus der Natur oder der Industrie stammen und sicher wieder in diese zurückgeführt werden können.

  • Den Prozentsatz von schnell erneuerbaren Materialien oder recycelten Inhaltsstoffen, die in einem Produkt verwendet werden, maximieren.
  • Den Prozentsatz an Materialien maximieren, die am Ende der Nutzungsdauer des Produkts sicher wiederverwendet, recycelt oder kompostiert werden können.
  • Die Produkte als technisch (kann der Industrie sicher wieder zugeführt werden) und / oder biologisch (kann der Natur sicher wieder zugeführt werden) kennzeichnen.

 

Erneuerbare Energien & CO2-Management

Eine Zukunft anvisieren, in der alle Fertigungsprozesse mit 100 % sauberer, erneuerbarer Energie durchgeführt werden.

  • Energie aus erneuerbaren Quellen erwerben und CO2-Emissionen für die letzte Herstellungsphase kompensieren.

 

Verantwortlicher Umgang mit Wasser

Sauberes Wasser als wertvolle Ressource und grundlegendes Menschenrecht verwalten.

  • Lokale geografische und branchenbezogene Auswirkungen der Wassernutzung an jeder Produktionsstätte berücksichtigen.
  • Alle industriellen Chemikalien in den Abwässern der Produktionsstätten identifizieren, untersuchen und optimieren.

 

Soziale Fairness

Betriebsabläufe gestalten, die alle Menschen und Umweltsysteme berücksichtigen, die von der Entwicklung, Nutzung, Entsorgung oder der Wiederverwendung eines Produkts betroffen sind.

  • Weltweit anerkannte Ressourcen nutzen, um Selbstbewertungen zur Identifizierung von lokalen und Lieferkettenprobleme und externe Prüfungen zur Sicherstellung optimaler Bedingungen durchzuführen.
  • Positive Veränderungen in den Lebensumständen der Mitarbeiter und der lokalen Gemeinschaft herbeiführen.

 

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